Cultura e tradizione - Kultur und Tradition

Die traditionelle Grödner Tracht

Alljährlich am ersten Sonntag im August wird in einem der drei Dörfer des Tals der folkloristische Umzug „Gröden in Tracht" veranstaltet. Dann haben Sie Gelegenheit, die traditionelle Grödner Tracht in unterschiedlichem Kontext zu bewundern, z. B. bei einem typischen Grödner Hochzeitsumzug, an Musikkapellen, Folkloretanzgruppen und auf Wagen, auf denen traditionelle Berufe dargestellt werden.

 

Die traditionelle Grödner Tracht gilt als eine der schönsten Südtirols. Und das hängt mit ihrer Verbreitung zusammen, denn:

  • die Spitzenklöppelei war unter den Bewohnerinnen Grödens weit verbreitet und sie waren besonders geschickt in der Herstellung von Spitzen und der Ausfertigung von Verzierungen.
  • das ebenfalls bei den Grödnern verbreitete Kunsthandwerk führte dazu, dass die Menschen in die Welt hinauszogen und neue Modetrends mitbrachten.

 

An Festtagen wurden eine schwarze Kopfbedeckung, auch „Cneidl" genannt, und ein schwarzer Umhang, die sogenannte „Bagana" sowie ein Gürtel mit Pesade und ein Pelzmuff getragen. Verheiratete Frauen trugen einen gelben Spitzenschal und hatten die Haare mit einer Nadel, einem Kamm und einem breiten schwarzen Seidenband zu einem Knoten gesteckt. Unverheiratete Frauen trugen ihr Haar geflochten mit einem roten Kopftuch.

 

Die Männer trugen grüne, gelbe oder schwarze Hüte mit breiter Krempe und breitem Hutband, das hinten mit vielen Federn herunterhing. Grüne Hosenträger wurden früher über der Weste getragen. Heute werden sie von verheirateten Männern unter einer Blumenweste und von ledigen Männern über einer roten Weste getragen. Im 18. Jh. entstand der Brauch, den Gürtel mit kleinen Bleinägeln zu schmücken. Später dann wurden daraus Pfauenfedern, wie es vor allem im Sarntal Usus ist.

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