Cultura e tradizione - Kultur und Tradition

Oswald von Wolkenstein

Oswald von Wolkenstein ist eine der bekanntesten und berühmtesten Persönlichkeiten in Südtirol. Von vielen wird er als letzter Minnesänger, oft aber auch als erster Dichter der Moderne angesehen, da er eigene Erlebnisse in seine Dichtung einfließen ließ.

 

Der Name seines Adelsgeschlechts hat seinen Ursprung in Gröden. In Wolkenstein kann man noch heute die Burgruine Wolkenstein anschauen, wo Oswald vermutlich in seiner Jugend einige Sommer verbracht haben dürfte.

 

Oswald von Wolkenstein wird 1377 in Pfalzen im Pustertal auf Burg Schöneck geboren. Er ist der zweite Sohn von Katharina von Villanders und Friedrich von Wolkenstein. Mit 9 Jahren verlor er bei einem Karnevalsfest das rechte Auge - alle Bilder zeigen ihn daher mit geschlossenem rechtem Lid.
Im Alter von 10 Jahren verließ er das Elternhaus und kämpfte als Knappe gegen litauische Heiden. 1397 begab er sich auf Pilgerreise ins Heilige Land und reiste dann als Berater von Königen und Kaisern nach Georgien, Schweden, England, Italien und Frankreich. Er wurde in den Drachenorden aufgenommen, der unter anderem Persönlichkeiten wie Vlad III. Drăculea und Sigismund von Luxemburg, Kaiser des Heiligen Römischen Reiches, zu seinen Mitgliedern zählte. In dieser Zeit schrieb er zahlreiche autobiographische Lieder und Briefe, auf deren Grundlage sein Leben rekonstruiert werden konnte.

 

1398 starb Oswalds Vater und so kehrte er nach Südtirol zurück. Zu seinem Wohnsitz wurde Burg Hauenstein am Schlern, wo er jedoch wegen seiner unglücklichen Ehe und der Erbstreitigkeiten mit seinen Geschwistern der Zeit als umherziehendem Ritter nachtrauerte.

 

Nach seinem Tod wurde er im Kloster Neustift bestattet, sein Grabstein allerdings befindet sich auf dem Friedhof von Brixen.
Alljährlich findet in Völs am Schlern auf der Seiser Alm der Oskar von Wolkenstein-Ritt statt, ein mittelalterliches Reitturnier zu Ehren des Minnesängers und Politikers.

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