Cultura e tradizione - Kultur und Tradition

Luis Trenker

Als Schauspieler, Regisseur, Autor von Spiel- und Dokumentarfilmen, in deren Mittelpunkt seine große Liebe zur Heimat stand, ist Luis Trenker nicht nur eine der bekanntesten Grödner, sondern Südtiroler Persönlichkeiten. Er wurde fast 100 Jahre alt, überlebte zwei Weltkriege und liebte und respektierte die herrlichen Berge seiner Heimat.

 

Alois Franz Trenker wurde am 4. Oktober 1892 in St. Ulrich in Gröden geboren. Bereits 17-jährig, arbeitete er als Bergführer und Skilehrer. In Wien studierte er bis zum Ausbruch des Ersten Weltkriegs Architektur, kämpfte dann als Soldat der österreichisch-ungarischen Armee und anschließend an der italienischen Front. Die Erfahrung des Krieges inspirierte ihn zu seinen literarischen Werken „Meine Berge" und „Sperrfort Rocca Alta". Nach Kriegsende schloss er sein Studium 1924 in Graz ab und zog dann nach Bozen, wo er als Architekt tätig war.

 

Im Film wirkte er erstmals in „Der Berg des Schicksals" von Arnold Fanck aus dem Jahr 1924 mit. Ursprünglich war er als Bergführer für die Dreharbeiten engagiert worden, ersetzte dann aber den Hauptdarsteller, dem das Bergsteigen nicht glücken wollte. Einige Jahre später, 1927, gab er sein Architekturbüro auf und widmete sich voll und ganz seiner Schauspielerkarriere.

 

In den meisten seiner Filme ist Trenker Hauptdarsteller, Regisseur und Autor. Hauptthemen seines filmischen Schaffens sind die Idealisierung eines Lebens in Heimatverbundenheit, die häufig der Dekadenz der Städte und seiner Einwohner gegenübergestellt wird und die Verbundenheit der Bergbewohner untereinander, auch unterschiedlicher Volksgruppen und Sprachen.

 

Nach dem Zweiten Weltkrieg, in dem Trenker versuchte, sich mit den beiden Regimen gutzustellen, um seine Unabhängigkeit zu bewahren, erlebte der Regisseur Trenker eine Zeit höchster beruflicher Befriedigung:

  • 1959 strahlte das Bayerische Fernsehen die Sendung „Luis Trenker erzählt" aus, in der der Regisseur Episoden aus dem eigenen Leben schilderte
  • ab 1965 drehte er vor allem Dokumentarfilme über seine Heimat
  • in den 1970er Jahren hatte er seine eigene Sendung im öffentlich-rechtlichen Fernsehen mit dem Titel „Berge und Geschichten".

 

Luis Trenker starb 1990 in Bozen.

 

Im Museum Gherdëina ist eine Luis Trenker gewidmete Dauerausstellung zu sehen, die persönliche Gegenstände, Auszeichnungen, Filmpreise, Gemälde und Fotos des großen Künstlers zeigt.

 

Buchen Sie den Urlaub

VERFÜGBARKEIT PRÜFEN