Cultura e tradizione - Kultur und Tradition

Die ladinische Sprache in Gröden

Die ladinische Sprache ist die Sprache Grödens, wird aber auch im Gadertal, Fassatal, Ampesso, Livinallongo, Friaul-Julisch Venetien und im Kanton Graubünden in der Schweiz gesprochen. Diese Sprache blickt auf eine mehr als 2000 Jahre lange Geschichte zurück und ist sehr viel älter als Italienisch.

 

Ladinisch, das Gemeinsamkeiten mit dem Kastilischen, Provenzalischen und Katalanischen aufweist, entstand nach der Eroberung des Alpenraums durch den römischen Feldherrn Drusus, die ein Aufeinandertreffen und eine Verschmelzung der keltischen (rätischen) Kultur mit der römischen nach sich zog.

 

In der Folge kam es zu Invasionen durch die Germanen, welche die germanische Kultur implementierten, die allerdings die Nebentäler und abgelegenen Täler nicht erreichte. So konnte die Sprache an jenen Orten bewahrt werden.

 

Momentan ist Ladinisch Pflichtfach an Grödner Schulen und Bücher, Zeitungen, Radio- und Fernsehsendungen gibt es ebenfalls in ladinischer Sprache.

 

Das Wörterbuch für Grödner Ladinisch ist das sogenannte Vocabuler Tudësch-Ladin de Gherdëina von Marco Forni und wurde vom Istitut Ladin Micurà de Rü mit Sitz in St. Martin in Thurn herausgegeben. Der Institutsname geht auf den Priester und Sprachforscher zurück, der die erste Grammatik in ladinischer Sprache verfasst hat.

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